Endlich Frühling

Der Frühling erweckt die Natur zu neuem Leben. Es beginnt wieder die Zeit, in der die Natur zahlreiche interessante Motive bietet. Kuhschellen gehören bei vielen Naturfotografen zu sehr beliebten Motiven. Dabei sind sie nicht leicht zu finden. Ganz in meiner Nähe gibt es einen Südhang auf dem man einige finden kann. Dieses Jahr war ich wohl noch etwas zu früh an, sodass nur sehr wenige Kuhschellen bereits ihre Blütenblätter zeigten. Dennoch sind einige Aufnahmen entstanden.

Inzwischen nutze ich für die Aufnahmen von Pflanzen immer häufiger das Canon EF 100-400mm 4,5-5,6 L IS II USM. Die erste Version dieser Linse brachte im Nahbereich schon gute Ergebnisse, in der 100% Bildansicht fehlte es jedoch immer ein bisschen an Schärfe. Die Fotos wirkten meist etwas zu „weich“. Die zweite Version überzeugt mich jedoch komplett. Selbst mit Offenblende erreicht man bereits eine super Schärfe. Besonders die längere Brennweite gegenüber den gängigen Makro-Objektiven verschafft einem den Vorteil etwas kreativer arbeiten zu können. So lässt sich im Bildaufbau deutlich mehr Vordergrund integrieren, da die Distanz zwischen Kamera und Objekt größer ist. Dadurch erhält man ein super weiches Bokeh im Vordergrund.

Schlingnatter-Nachwuchs

Schlingnattern begeistern mich schon seit vielen Jahren. Jedes Jahr verbringe ich viel Zeit damit, die Tiere zu fotografieren und die Bestände zu dokumentieren. Gerade die trächtigen Weibchen sind sehr standorttreu und können meist den gesamten Sommer an gleicher Stelle beobachtet werden. Im August kann man dann mit etwas Glück die Jungtiere in der Nähe der Weibchen finden. Oft liegen sie sehr nahe beieinander. Wenige Tage nach der Geburt haben sie ihren Aktionsradius jedoch schon um einiges vergrößert und sind nur noch schwer zu entdecken. So hatte ich Mitte August das Glück und konnte 14 Jungtiere von 4 verschiedenen Würfen finden. Die Jungtiere sind meist nicht sehr scheu und lassen sich leicht fotografieren.

Sommerzeit ist Makrozeit

An nahezu jeder Ecke findet man aktuell passende Makromotive. So sind die Monate Juli bis September für mich die Zeit, in der ich mich überwiegend auf Nahaufnahmen konzentriere. Bereits Anfang Juli kann man in geeigneten Lebensräumen jede Menge europäische Gottesanbeterinnen finden. Mit ihrem exotischen Aussehen sind diese Fangschrecken immer wieder ein absoluter Blickfang.

Die Auswahl der Motive ist aktuell so riesig, dass man gerne mal die Zeit vergisst. Gerade früh morgens ändern sich die Lichtverhältnisse im Minutentakt und man möchte sein perfektes Motiv schließlich bei den besten Lichtbedingungen erwischen.

Meine Makroaufnahmen entstehen fast alle mit Hilfe eines Statives, um unnötige Wackler zu vermeiden. Zur Zeit verwende ich ein Novoflex TrioPod A2844 mit dem Kugelkopf FLM-CB 43F. Eigene Testberichte dazu folgen noch.

Bunter Mix

Die hohen Temperaturen der letzten Tage sorgten dafür, dass mein Teleobjektiv immer häufiger als Platzhalter im Rucksack bleiben musste. Sehr früh am Tag setzte schon ein Hitzeflimmern ein, wodurch lange Brennweiten meist keinen Sinn mehr machten. Auf einer zweitägigen Tour entstand somit ein bunter Mix an Fotos und mein Makroobjektiv kam wieder häufiger zum Einsatz.

Spät am Abend konnte ich noch einige Fotos von einem Fuchs machen, der vermutlich zwischen den ganzen Wasservögeln auf der Suche nach Beute war. Leider war die Sonne bereits verschwunden, wodurch die Lichtbedingungen nicht mehr die besten waren.

Zurück aus Afrika

Die ersten Bienenfresser haben ihre lange Anreise aus Afrika gut überstanden und sind bereits letzte Woche in ihrem Brutgebiet in Deutschland eingetroffen. So wollte ich die Gelegenheit nutzen, um die ersten Aufnahmen der Tiere zu erstellen. Mit viel Action konnte ich leider nicht rechnen, da erst drei Bienenfresser an diesem Brutgebiet eingetroffen waren. Dennoch kamen ein paar Aufnahmen zustande mit einer seltenen Kombi aus Kuckuck, Star und Bienenfresser. An einem kleinen Gewässer in der Nähe konnte ich schließlich noch einige Aufnahmen von Flussregenpfeifern machen. In ein paar Tagen wird bei den Bienenfressern sicherlich mehr los sein, bis dahin heißts abwarten.

Bewölktes Garmisch-Partenkirchen

Am vergangenen Wochenende ging es für drei Tage nach Garmisch-Partenkirchen. Typische Highlights in dieser Region sind der Eibsee und die Zugspitze. Da der Wetterbericht jedoch fast durchgehend bewölktes Wetter und schauerartigen Regen meldete war mir schon klar, dass die Aussicht vom Eibsee auf die Zugspitze durchgehend durch Wolken versperrt sein wird. Ein eindrucksvoller Sonnenauf- oder Untergang kam somit leider nicht zustande. Aus diesem Grund versuchte ich mich überwiegend auf landschaftliche Details zu konzentrieren.

Der Eibsee mit der Zugspitze im Hintergrund.
Canon EOS 5D IV + Canon 17-40 f4 + Polfilter

Am zweiten Tag gefiel mir das Wetter schon deutlich besser. Bis zum Vormittag regnete es durchgehend, wodurch ein dichter Nebel die Hanglagen der Berge bedeckte.

Auch in den Tälern entstand durch den anhaltenden Regen eine beeindruckende düstere Stimmung. Gerade bei dieser Aufnahme machte sich der Polfilter bezahlt, da er die Reflexionen der nassen Steine entfernte und somit für mehr Farben und Kontraste sorgte.

Canon 5D IV Canon 17-40 f4 + Polfilter

Ausblick von der Zugspitze. Den Eibsee konnte man aufgrund der vielen Wolken leider nicht sehen.

Canon 5D IV + Canon 70-200 IS USM 2.8 II

Trip zu den Aspisvipern

Bei günstigen Temperaturen kann man die ersten Aspisvipern (Vipera aspis) bereits im März beobachten. Meist sind es die Männchen und Jungtiere, die als erstes ihr Winterquartier verlassen. Da der Wetterbericht Temperaturen knapp über 20°C meldete, schnappte ich mir also mein Kameraequipment und fuhr in eine Region, in der man die Tiere häufig antreffen kann. Zudem plante ich eine Übernachtung vor Ort ein, um bei Sonnenuntergang und Sonnenaufgang weitere Aufnahmen von Pflanzen umsetzen zu können.

Als ich vormittags ankam musste ich nicht lange suchen bis ich das erste Tiere, ein adultes Männchen fand. Leider lag die Aspisviper so tief in Gebüsch, dass ich keine vernünftigen Fotos machen konnte. Zudem sorgte das Gegenlicht für unschöne Schatten und harte Kontraste.

Wenige Minuten später fand ich ein weiteres adultes Männchen, leider unter ähnlichen Bedingungen, sodass die Kamera gleich im Rucksack blieb.
Schließlich fand ich noch ein weiteres Tier, ein Jungtier vom letzten Jahr. Das Tier zeigte sich äußerst geduldig und ließ sich durch meine Anwesenheit kein bisschen stören. Ohne Probleme konnte ich ein paar Portraits erstellen.

Da die beste Tageszeit um Schlangen zu finden sich langsam dem Ende näherte konzentrierte ich mich anschließend auf andere Motive. Im März trifft man in dieser Region am häufigsten Küchenschellen an, somit waren meine Motive schnell gefunden. Gerade bei Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang wechseln die Lichtbedingungen von Minute zu Minute, somit sollte man schon im Vorfeld wissen, auf welches Motiv man sich genau beschränkt, um die besten Momente nicht zu verpassen.

Beide Aufnahmen entstanden zum selben Zeitpunkt, das linke im Gegenlicht, das rechte Bild mit der Sonne im Rücken.
Auch am nächsten Morgen fotografierte ich genau die selben zwei Küchenschellen, da ich mir sicher war, dass die Sonne genau im Hintergrund aufgehen wird.

Ist die morgendliche Lichtstimmung wieder vorbei, kann man das Motiv schließlich noch etwas abschatten um die Zeit sinnvoll zu nutzen.

Die ersten Frühjahrsboten

Mitte Februar schießen die ersten Frühlingsboten aus dem Boden. Nun erwacht die Natur zu neuem Leben und die Vielfalt der Motive nimmt von Tag zu Tag zu. Die Zeit von Februar bis Anfang März nutze ich deshalb gerne, um die ersten Aufnahmen von verschiedenen Frühblühern zu erstellen. Hauptsächlich arbeite ich dabei im Bereich von 100-200 mm Brennweite und nach Möglichkeit mit Offenblende, um ein möglichst weiches Bokeh zu erhalten.

Wenn das Wetter mitspielt, sorgen die letzten Sonnenstrahlen des Tages für ein perfektes Gegenlicht.