Schlingnatter-Nachwuchs

Schlingnattern begeistern mich schon seit vielen Jahren. Jedes Jahr verbringe ich viel Zeit damit, die Tiere zu fotografieren und die Bestände zu dokumentieren. Gerade die trächtigen Weibchen sind sehr standorttreu und können meist den gesamten Sommer an gleicher Stelle beobachtet werden. Im August kann man dann mit etwas Glück die Jungtiere in der Nähe der Weibchen finden. Oft liegen sie sehr nahe beieinander. Wenige Tage nach der Geburt haben sie ihren Aktionsradius jedoch schon um einiges vergrößert und sind nur noch schwer zu entdecken. So hatte ich Mitte August das Glück und konnte 14 Jungtiere von 4 verschiedenen Würfen finden. Die Jungtiere sind meist nicht sehr scheu und lassen sich leicht fotografieren.

Trip zu den Aspisvipern

Bei günstigen Temperaturen kann man die ersten Aspisvipern (Vipera aspis) bereits im März beobachten. Meist sind es die Männchen und Jungtiere, die als erstes ihr Winterquartier verlassen. Da der Wetterbericht Temperaturen knapp über 20°C meldete, schnappte ich mir also mein Kameraequipment und fuhr in eine Region, in der man die Tiere häufig antreffen kann. Zudem plante ich eine Übernachtung vor Ort ein, um bei Sonnenuntergang und Sonnenaufgang weitere Aufnahmen von Pflanzen umsetzen zu können.

Als ich vormittags ankam musste ich nicht lange suchen bis ich das erste Tiere, ein adultes Männchen fand. Leider lag die Aspisviper so tief in Gebüsch, dass ich keine vernünftigen Fotos machen konnte. Zudem sorgte das Gegenlicht für unschöne Schatten und harte Kontraste.

Wenige Minuten später fand ich ein weiteres adultes Männchen, leider unter ähnlichen Bedingungen, sodass die Kamera gleich im Rucksack blieb.
Schließlich fand ich noch ein weiteres Tier, ein Jungtier vom letzten Jahr. Das Tier zeigte sich äußerst geduldig und ließ sich durch meine Anwesenheit kein bisschen stören. Ohne Probleme konnte ich ein paar Portraits erstellen.

Da die beste Tageszeit um Schlangen zu finden sich langsam dem Ende näherte konzentrierte ich mich anschließend auf andere Motive. Im März trifft man in dieser Region am häufigsten Küchenschellen an, somit waren meine Motive schnell gefunden. Gerade bei Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang wechseln die Lichtbedingungen von Minute zu Minute, somit sollte man schon im Vorfeld wissen, auf welches Motiv man sich genau beschränkt, um die besten Momente nicht zu verpassen.

Beide Aufnahmen entstanden zum selben Zeitpunkt, das linke im Gegenlicht, das rechte Bild mit der Sonne im Rücken.
Auch am nächsten Morgen fotografierte ich genau die selben zwei Küchenschellen, da ich mir sicher war, dass die Sonne genau im Hintergrund aufgehen wird.

Ist die morgendliche Lichtstimmung wieder vorbei, kann man das Motiv schließlich noch etwas abschatten um die Zeit sinnvoll zu nutzen.